MarketMaking ist nicht gleich MarketMaking

Das MarketMaking ist eine wichtige Einrichtung, um ein faires Pricing an den Märkten zu gewährleisten. Dabei stellen offiziell bestellte Makler oder auch Emittenten von bestimmten Produkten, Preise und hinterlegen hier auch entsprechende Ordergrößen zu denen gehandelt werden kann.

Diese handelbaren Preise können ebenso im Orderbuch eingesehen werden, wie die Limitorders aller Marktteilnehmer. Daraus ist z.B. erkennbar, bei welchem Kurs die meisten Orders im Markt liegen und wo entsprechend Widerstände oder Unterstützungen liegen können. Es gibt Marktteilnehmer, die dieses Orderbuch für Handelsstrategien nutzen.

Solche Orderbücher werden vom Kursanbieter, also den Börsen, gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt. Daher werden diese Daten meist nur von professionellen Marktteilnehmern genutzt.

Mit dem Angebot einiger Broker, Futures als CFDs handeln zu können, kam auch der Privatanleger in den Genuss solche Produkte zu traden. Die Broker stellen manchmal auch die entsprechenden Orderbücher zur Verfügung. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass es sich dabei nicht etwa um ein Spiegelbild des Marktes handelt, sondern lediglich um den geschlossenen Bereich des Anbieters. CFDs werden eher selten mit Limiten versehen. Wenn Sie also ein Orderbuch bei einem Broker für CFDs sehen, beachten Sie, dass die dort angegebenen Kurse und Volumen lediglich vom Anbieter gestellt werden und damit nicht die tatsächliche Markttiefe wiederspiegeln. Es ist also ein Marketmaking im geschlossenen Bereich.