So lange mein Stopp Loss funktioniert ist alles gut

Kürzlich habe ich mit einem Bekannten über den Aktienmarkt gesprochen. Es ging dabei um die Möglichkeit eines schärferen Kursrückgangs an den Börsen. Er erklärte mir, dass er ja nur Qualitätswerte kauft und diese mit einem Stopp Loss absichert. So lange dies funktionieren würde, sei alles gut. Dies sagte er in einem Ton, als müsse ein Stopp Loss immer funktionieren.

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Brexit und die Immobilienfonds

Immobilienfonds gelten als konservative Investments, die eine gute Rendite versprechen. Dies ist in den meisten Fällen auch richtig und die Beimischung in ein konservatives Anlagedepot ist häufig auch eine gute Entscheidung.

In der Vergangenheit kam es aber immer wieder dazu, dass solche Immobilienfonds geschlossen wurden. Dabei ist zu unterscheiden zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds. Der Unterschied wird in einem separaten Text beschrieben.

An dieser Stelle soll es um die offenen Immobilienfonds gehen. Diese erwerben Gebäude und ähnliche Anlagen im In- und Ausland. Es ist dabei immer wichtig zu wissen, wo und wieviel die Fondsgesellschaft an Immobilien gekauft hat und wie diese genutzt werden. In ruhigen Zeiten muss man sich darum nicht besonders kümmern. Wenn allerdings ein Ereignis eintritt, welches sich auf die Preise, also den Wert einer Immobilie auswirken könnte, sollte man seinen Immobilienfonds prüfen und überlegen, ob dieser noch die richtige Investition darstellt.

Seit bekannt geworden ist, dass die Briten, die EU verlassen wollen, wird auch über den Abzug großer Firmen aus London diskutiert. Sollte sich dies bewahrheiten, würden viele Bürogebäude vermeintlich sichere Mieter verlieren. Dies hat zur Folge, dass die Werte der Immobilien fallen, da eine Veräußerung eine leerstehenden Bürogebäudes schwieriger ist, als ein dauerhaft vermietetes.

Daher sollte man seinen Immobilienfonds auf die aktuellen Investitionen prüfen, wie hoch der Anteil an Immobilien in Regionen ist, die möglicherweise von einem Wegzug von größeren Unternehmen betroffen sind (gleichgültig aus welchem Grund).

Manchmal ist es besser zu früh oder unbegründet zu handeln, als nachher den Fonds nicht mehr veräußern zu können, weil er geschlossen wurde (wenn auch nur vorübergehend, weil zu viele veräußern wollten).

MarketMaking ist nicht gleich MarketMaking

Das MarketMaking ist eine wichtige Einrichtung, um ein faires Pricing an den Märkten zu gewährleisten. Dabei stellen offiziell bestellte Makler oder auch Emittenten von bestimmten Produkten, Preise und hinterlegen hier auch entsprechende Ordergrößen zu denen gehandelt werden kann.

Diese handelbaren Preise können ebenso im Orderbuch eingesehen werden, wie die Limitorders aller Marktteilnehmer. Daraus ist z.B. erkennbar, bei welchem Kurs die meisten Orders im Markt liegen und wo entsprechend Widerstände oder Unterstützungen liegen können. Es gibt Marktteilnehmer, die dieses Orderbuch für Handelsstrategien nutzen.

Solche Orderbücher werden vom Kursanbieter, also den Börsen, gegen ein Entgelt zur Verfügung gestellt. Daher werden diese Daten meist nur von professionellen Marktteilnehmern genutzt.

Mit dem Angebot einiger Broker, Futures als CFDs handeln zu können, kam auch der Privatanleger in den Genuss solche Produkte zu traden. Die Broker stellen manchmal auch die entsprechenden Orderbücher zur Verfügung. Hier ist aber zu berücksichtigen, dass es sich dabei nicht etwa um ein Spiegelbild des Marktes handelt, sondern lediglich um den geschlossenen Bereich des Anbieters. CFDs werden eher selten mit Limiten versehen. Wenn Sie also ein Orderbuch bei einem Broker für CFDs sehen, beachten Sie, dass die dort angegebenen Kurse und Volumen lediglich vom Anbieter gestellt werden und damit nicht die tatsächliche Markttiefe wiederspiegeln. Es ist also ein Marketmaking im geschlossenen Bereich.

Eine kleine Geschichte über Euphorien

Es ist zwar schon einige Jahre her, die gleiche Geschichte kann und wird sich aber täglich wiederholen.

Irgendjemand in einer Gruppe von Gleichgesinnten hat etwas gelesen oder gehört und glaubt nun eine Aktie erwerben zu müssen. Diese beginnt auch sofort zu steigen und weist bereits nach wenigen Tagen einen ansehnlichen Gewinn aus. Da es sich bei dem Anleger um einen netten Menschen handelt, will er auch seine Bekannten und Kollegen daran teilhaben lassen. Er erzählt ihnen die Geschichte und warum er der Meinung ist, dass es noch zu weiteren, viel größeren Kurssteigerungen kommen wird. Er glaubt selbst fest daran und die Zuhörer sind begeistert. Sie investieren ebenfalls und freuen sich auch bereits nach wenigen Tagen über die ersten Gewinne. Nun zieht die Geschichte Kreise und jeder findet selbst die neuesten und besten Nachrichten zu diesem Wert. Dass es sich dabei zum Teil um Wiederholungen oder doppelte Berichte handelt, wird nicht bemerkt oder verdrängt.

Der Boom ist längst zu Ende, die Investorengruppe hat bereits begonnen zu verbilligen und hofft weiterhin auf die großen Kursgewinne. Jede noch so kleine positive Nachricht wird mit Windeseile verbreitet und die Gruppe macht sich gegenseitig Mut.

Nach einigen Jahren und hohen Verlusten, werden die Aktien schließlich wertlos ausgebucht oder als Wandschmuck aus dem Depot ausgeliefert.

Das Problem an diesem Phänomen ist der Herdentrieb. Keiner will sich eingestehen, falsch gelegen zu haben und alle versuchen durch die Gruppendynamik Kraft zu schöpfen. Dadurch geht der letzte Funken an Neutralität verloren und eine professionelle Beurteilung der Lage ist nicht mehr möglich.

So ist es auch mir vor einigen Jahren mit der Aktie „Global Natural Resources“ ergangen. Aus solchen Ereignissen sollte man seine Schlüsse ziehen und entsprechend lernen.

Zertifikate sind nicht gleich Zertifikate

Kennen Sie das auch? Sie haben sich für ein Investment entschieden und wollen dies nun mit einem möglichst hohen Hebel handeln. Sie freuen sich, dass Sie ein Zertifikat gefunden haben, mit dem Sie einen guten Hebel und einen vernünftigen Abstand zur Knock-Out-Schwelle haben. Auf der Webseite, auf der Sie das Zertifikat gefunden haben, wird lediglich diese Schwelle genannt und als Laufzeit das Enddatum. Zudem steht dort „Bull-Zertifikat“. Sie notieren sich die WKN und kaufen das besagte Stück in Ihr Depot. Nach wenigen Tagen ist Ihr Basisinvestment bereits angestiegen. Erfreut von Ihrer richtigen Analyse und der erfreulichen Entwicklung des Basisinstrumentes schauen Sie in Ihr Depot um zu sehen, wie weit denn Ihr Zertifikat bereits gestiegen ist. Die Ernüchterung hält sich noch in Grenzen, weil Sie das ja von Optionsscheinen her kennen: Das Aufgeld. Sie vermuten, dass dieses abgebaut wurde, weil der Kurs sich nur unwesentlich verändert hatte. Einige Tage später macht Ihr Basisinstrument einen kräftigen Sprung nach oben und Sie schauen erneut in Ihr Depot in der Annahme, dass nun nennenswerte Gewinne aufgelaufen sind. Das Erschrecken ist groß als Sie feststellen müssen, dass Ihr Zertifikat deutlich an Wert verloren hat. Nun beginnen Sie erneut zu recherchieren, wie dass den sein kann. Jetzt erst stellen Sie fest, dass Ihr „Bull-Zertifikat“ gar kein richtiges Bull-Zertifikat ist, sondern ein Zertifikat welches sich an einer Preisspanne orientiert – ein sogenanntes Inlinezertifikate. Das bedeutet, dass es eine vorgegebene Spanne nach oben oder unten nicht verlassen darf. Hält es sich während der gesamten Laufzeit zwischen diesen beiden festgelegten Preisen auf, wird ein vorher festgelegter Preis zurückgezahlt. Wird eine der Grenzen während der Laufzeit erreicht, wird das Zertifikat sofort wertlos. Entsprechend fällt der Kurs immer dann, wenn der Preis des Basisinstruments zu nahe an eine der beiden Schwellen kommt.

Fazit: Nicht auf den Titel oder die Eingruppierung des Zertifikates auf einer Webseite achten, sondern die Zertifikatsbedingungen genau prüfen, damit keine bösen Überraschungen drohen.

Rechte eines Aktionärs und Eigentümer an einem Unternehmen

Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann noch Dividende haben wollen“ – Carl Fürstenberg (* 28. August 1850 Danzig; † 9. Februar 1933 Berlin) deutsch-jüdischer Bankier

Aktien gelten gemeinhin als Spekulationsobjekt. Das eine Aktie weit mehr als zur Spekulation dient, wissen leider die wenigsten.

Zunächst dient eine Aktie zur Kapitalbeschaffung. Ein Unternehmen nimmt die Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft (=AG) an, um Kapital beispielsweise zur Expansion einzunehmen. Im Gegenzug wird der Käufer einer Aktie Teilhaber, also Miteigentümer an der Gesellschaft. Dies darf man sich allerdings nicht so vorstellen, dass er dadurch eine leitende Funktion einnimmt und Weisungsbefugnisse besitzt. Tatsächlich darf er aber über die Geschicke der Gesellschaft im Rahmen einer Hauptversammlung mit entscheiden.

Entsprechend hat er das Recht, an der einmal im Jahr abgehaltenen Hauptversammlung (auch Aktionärsversammlung genannt) teilzunehmen. Im Rahmen dieser Versammlung hat er das Recht den Vorstand um Auskunft über bestimmte Themen zur Geschäftsentwicklung zu befragen. Zudem kann er den Vorstand für die geleistete Arbeit entlasten oder ihm die Entlastung verweigern. Wünscht der Vorstand eine Kapitalerhöhung, entscheidet die Hauptversammlung ebenfalls durch Abstimmung, ob diese erfolgen darf. Zudem schlägt der Vorstand eine Dividende vor, die ebenfalls von der Hauptversammlung genehmigt werden muss. Der Aufsichtsrat, der den Vorstand überwachen muss, wird u. a. von der Hauptversammlung gewählt. All diese Abstimmungen und Wahlen stellen ein weiteres Recht, das Stimmrecht, der Aktionäre dar. Darüber hinaus steht dem Aktionär das Recht einer Dividendenzahlung zu, wenn das Unternehmen einen Gewinn erwirtschaftet hat.

Diese elementaren Rechte sind im Aktiengesetz verankert. Es ist wichtig zu verstehen, dass man diese Rechte als Miteigentümer eingeräumt bekommen hat, auch wenn man nur Anteile an einem Unternehmen besitzt.

Leider ist der Irrglaube weit verbreitet, dass man die gleichen Rechte besitzt, wenn man einen Aktienfonds oder einen ETF erworben hat. Hier ist man nicht Miteigentümer, auch wenn man an der Kursentwicklung der einzelnen Aktiengesellschaften partizipiert. Diese Partizipation bezieht sich aber lediglich auf die Performance der im Aktien oder ETF- Korb enthaltenen Werte. Diese wird von der Fondsgesellschaft versprochen. Sollte die Fondsgesellschaft nicht mehr existieren oder zahlungsunfähig werden, hat man keine Rechte an den einzelnen Unternehmen deren Aktien in den Fonds enthalten sind. Dies stellt den entscheidenden Unterschied zur Direktinvestition dar. Daher spielt der Kurs für den Anleger, der Aktien auf lange Frist (z.B. für mehrere Jahre oder Jahrzehnte) erwirbt, kaum eine Rolle. Er ist an der Beteiligung am Unternehmen und nicht an einer Kurssteigerung interessiert. Dieser Unterschied sollte jedem klar sein, der eine Investition in einem Fonds oder ETF vornimmt.

Was hältst Du eigentlich von ETFs?

ETF ist die Abkürzung für „Exchange Traded Funds“. Diese Art der Fonds-Konstruktion verspricht die Abbildung eines Marktes, einer Branche oder eines anderen Korbs von Basiswerten. Sie stellen eine kostengünstige Möglichkeit dar, an der Entwicklung eines Index zu partizipieren. Wenn man also an einer Entwicklung partizipiert, dann bedeutet dies naturgemäß, dass die Schwankung eines solchen Index in beide Richtungen mitgemacht wird.

Daher muss es schon überraschen, wenn man von einem Bekannten angesprochen wird, was man denn von der Anlage in ETFs hält. Dazu muss gesagt werden, dass der Bekannte mit Börse und Anlagen eigentlich nichts zu tun hat und sein vorhandenes Geld für seine Altersvorsorge anlegen will. Er habe gelesen, dass die Anlage in ETFs eine lohnende Investition darstellt. Ob die Antwort „Um eine Anlage in ETFs zu tätigen, muss man auch eine Marktmeinung haben“ Wirkung gezeigt hat, bleibt offen. Sicher ist es richtig, dass man wie bei klassischen Fonds auch, eine regelmäßige Anlage tätigen kann und so den Cost-Average-Effekt erzielt. Trotzdem sollte man sich Gedanken darüber machen, in welches Basisinstrument man investiert. So macht es schon einen Unterschied, ob man in der eigenen Währung bleibt und z.B. im DAX investiert oder auch eine Meinung zum Dollar hat und im S&P500 anspart.

An dieser Stelle soll noch ein Wort zur Besicherung solcher ETFs verloren werden. Das Versprechen die Entwicklung (bleiben wir beim DAX) eines Index abzubilden kann auf verschiedene Art und Weise gewährleistet werden. Eine Möglichkeit besteht darin, dass der Anbieter des ETFs den DAX in einem Portfolio so nachbildet, dass die Entwicklung des ETFs der tatsächlichen DAX – Entwicklung entspricht. Dazu werden die Aktien des DAX entweder in genau der Gewichtung gekauft, wie sie im DAX vertreten sind, oder es werden die 10, 15 oder 20 größten Werte des DAX gekauft, da diese die DAX – Entwicklung nahezu genau abbilden.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Emittent des ETFs einen Korb von Aktien zusammengestellt hat, die nichts mit dem DAX zu tun haben (z.B. japanische Aktien). Nun bietet er ein Tauschgeschäft an. Ein anderer Broker soll die DAX-Entwicklung an den Emittenten des DAX-ETFs zahlen (die dieser dann an den Kunden weitergeben kann) und erhält dafür die Performance des japanischen Aktien-Korbs im Gegenzug. Das Risiko liegt also komplett beim Broker, der die DAX Entwicklung zahlen muss, gleichgültig wie sich der DAX und der Aktienkorb entwickeln. Diese Art der ETF Konstruktion ist zwar nicht sehr häufig vorzufinden, kommt aber immer wieder einmal vor.

Anleihen und ihr Rating

Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, wenn man Anleihen niedriger Bonität kauft. Man sollte sich nur im Klaren darüber sein, welche Ausfallrisiken es gibt und am besten hat man eine Mischung aus mehreren Anleihen mit minderer Qualität. Wenn dann eine dieser Anleihen ausfällt, erleidet man keinen Totalverlust und die hohen Renditen der anderen Anleihen, fangen den Verlust der einzelnen ausgefallenen Anleihe ab.

So ist es einem Anleger vor einigen Jahren ergangen. Er kaufte Anleihen des niederländischen Flugzeugbauers Fokker als dieser Konzern von Daimler übernommen wurde. Die Bonität von Fokker wurde von den einschlägigen Ratingagenturen unterhalb des Investmentgrades, was üblicherweise bei dreifach B also „BBB“ liegt, festgelegt. Die Übernahme von Daimler änderte an diesem Rating nichts. Was dem Anleger zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, war die Tatsache, dass Daimler zwar den Flugzeughersteller übernommen hatte, gleichwohl aber keine Garantie für deren Verbindlichkeiten, also die Anleihen übernommen hat. In der Folge wurde das Rating der Anleihen immer wieder um eine Stufe herabgesetzt. Entsprechend verloren die Anleihen an Wert.

Als sich Daimler dann entschloss von Fokker Abstand zu nehmen und den Konzern wieder zu verkaufen, waren die Anleihen bereits ins uferlose gefallen. Fokker meldete 1996 Konkurs an und die Anleger erhielten nur noch rund 30 % ihres ursprünglich investierten Kapitals aus der Konkursmasse – je nach Einstandskurs ein Verlust von 70%.

Auch wenn Ratingagenturen zuweilen recht umstritten sind, sollte man sich der Bonitätsaussage, gerade bei Anleihen die möglicherweise etwas schwach auf der Brust sind, dieser Agenturen nicht verschließen. Sie könnten vor größerem Schaden bewahren. Bei einem Rating unter BBB sollte man sich ein Engagement gut überlegen.

Ich möchte gerne einen Dollar-Optionsschein kaufen

Es war die Zeit, als Optionsscheine gerade begonnen haben, die deutschen Anlegerdepots zu erobern. Optionsscheine versprachen einen hohen Gewinn, wenn man zur rechten Zeit auf die richtige Marktrichtung gesetzt hat. Der Hebel, der einem Optionsschein innewohnt, eröffnete die Möglichkeit, bei einem Anstieg des Basisinstruments (z.B. einer Aktie) um wenige Prozentpunkte das 10fache, oder in Extremfällen noch viel mehr aus der Bewegung herauszuholen.

Bei den exorbitanten Gewinnaussichten haben viele Anleger verdrängt, dass ein solcher Hebel nicht nur nach oben sondern eben auch nach unten wirkt. Aus diesem Grund kam es oft zu ruinösen Verlusten. Wenn nämlich die aus Anlegersicht falsche Richtung eingeschlagen wurde, war der Optionsschein schnell wertlos. Ein Durchhalten, wie bei einer Aktie, gibt es bei einem Optionsschein nicht. Der Effekt des Zeitwertverfalls sorgt nämlich dafür, dass der Optionsschein fällt, obwohl sich das Basisinstrument überhaupt nicht bewegt. Auch dieser Umstand wird häufig verkannt. Es kommt auch nicht selten vor, dass Anleger eine Empfehlung oder nur einen Bericht gelesen haben in dem Optionsscheine als lohnende Anlage beschrieben werden.

So kam es vor einigen Jahren vor, dass ein Anleger in eine Bank kam und nach einem Dollar-Optionsschein fragte, den er gerne erwerben würde. Auf die Frage des Beraters, ob er denn einen Call- oder einen Put-Optionsschein kaufen möchte – also auf steigende oder fallende Kurse spekulieren wolle – antwortete er: „Egal, Hauptsache auf den US-Dollar“.

Dieses Beispiel ist keineswegs erfunden sondern hat sich genau so zugetragen. Es zeigt, wie oberflächliches Wissen dazu führt, dass Kleinanleger per Saldo Geld in den Markt einzahlen. Auch bei heutigen Produkten werden ähnliche Fehler gemacht. Eine gefährliche Grundannahme kursiert auch bei den jetzt in Mode gekommenen ETFs.